Fassade reinigen: Algen und Grünbelag richtig entfernen

Ein grüner Schleier auf der Wetterseite, dunkle Streifen unter den Fensterbänken, ein moosiger Rand über dem Sockel: Früher oder später zeigt fast jede Fassade Spuren von Algen, Pilzen und Schmutz. Für viele Hausbesitzer ist das zunächst nur ein optisches Ärgernis. Tatsächlich ist der Belag aber auch ein Hinweis darauf, dass die Wand an dieser Stelle länger feucht bleibt als gut für sie ist.

Dieser Ratgeber erklärt, warum Fassaden grün werden, wie sich Algen, Pilze, Flechten und gewöhnlicher Schmutz unterscheiden, welche Reinigungsmethoden den Putz schonen und welche ihn beschädigen, was von Hausmitteln zu halten ist und wie Sie verhindern, dass der Belag nach 2 Jahren wieder da ist.

Das Wichtigste in Kürze

Algen und Moose wachsen dort, wo eine Fassade lange feucht bleibt: an Nord- und Wetterseiten, im Schatten von Bäumen, über dem Sockel und unter Fensterbänken ohne Tropfkante.

Gedämmte Fassaden sind besonders oft betroffen, weil ihre dünne Putzschicht nachts stark abkühlt und sich Tauwasser auf der Oberfläche bildet.

Zu hoher Druck beim Reinigen wäscht Putzstrukturen aus und drückt Wasser in Risse. Schonender ist ein abgestimmtes Reinigungsmittel mit Einwirkzeit und anschließendem Abspülen mit wenig Druck.

Wer nur abwäscht, sieht den Belag meist bald wieder. Dauerhaft hilft erst die Kombination aus Reinigung, Schutz der Oberfläche und, wo möglich, dem Beheben der Feuchtequelle.

Warum wird eine Fassade grün?

Algen, Pilze und Moose brauchen zum Wachsen vor allem eines: Feuchtigkeit, die lange genug auf der Oberfläche steht. Sporen fliegen überall durch die Luft und landen auf jeder Hauswand. Ob sie sich festsetzen, entscheidet sich daran, wie schnell die Fassade nach Regen, Nebel oder Tau wieder abtrocknet.

Eine Wand, die nach einem Schauer in einer Stunde trocken ist, bietet kaum Angriffsfläche. Eine Wand, die bis zum nächsten Mittag feucht bleibt, ist dagegen ein idealer Nährboden. Deshalb tauchen die ersten grünen Flecken fast immer an denselben Stellen auf.

Die typischen Problemzonen

Nord- und Wetterseiten. Auf der Nordseite fehlt die Sonne, die Feuchtigkeit verdunsten lässt. Auf der Wetterseite, im Raum München meist Westen und Nordwesten, trifft der Schlagregen die Wand am häufigsten.

Schattige Bereiche. Bäume, Hecken, Carports und Nachbargebäude halten die Sonne fern und bremsen den Wind. Beides verlängert die Zeit, in der die Fassade feucht bleibt.

Sockel und Spritzwasserzone. Regen, der auf Pflaster, Kies oder Erde trifft, spritzt zurück an die Wand. Der untere halbe Meter der Fassade wird dadurch deutlich häufiger nass als der Rest und trägt zusätzlich Erde und Schmutz, von denen Algen leben.

Unter Fensterbänken und Abdeckungen. Fehlt eine Tropfkante oder ist sie zu kurz, tropft das Wasser nicht frei ab und läuft an der Wand herunter. Das Ergebnis sind die typischen dunklen Streifen und Bärte unter Fenstern und Mauerabdeckungen.

Geringer Dachüberstand. Moderne Häuser haben oft kaum noch einen Dachvorsprung. Die Fassade liegt dadurch dem Regen voll ausgesetzt, besonders im oberen Bereich.

Warum gedämmte Fassaden besonders betroffen sind

Bei einem Wärmedämmverbundsystem liegt nur eine dünne Putzschicht auf der Dämmung. Diese Schicht bekommt kaum Wärme aus dem Haus, denn genau das soll die Dämmung ja verhindern. In klaren Nächten kühlt die Oberfläche deshalb stärker ab als die umgebende Luft und fällt unter den Taupunkt. Dann schlägt sich Feuchtigkeit als Tauwasser auf dem Putz nieder, selbst wenn es gar nicht geregnet hat.

Bei einer massiven, ungedämmten Wand ist das anders. Sie speichert Wärme aus dem Inneren und gibt sie nachts nach außen ab, ihre Oberfläche bleibt wärmer und trocknet schneller. Das ist kein Argument gegen die Dämmung, deren Nutzen beim Heizen deutlich überwiegt. Es erklärt aber, warum ausgerechnet neue oder frisch gedämmte Häuser oft schon nach wenigen Jahren grün werden, und warum bei solchen Fassaden die Wahl von Putz und Anstrich besonders wichtig ist.

Algen, Pilze, Flechten oder Schmutz: was ist was?

Nicht jeder Belag ist gleich, und nicht jeder lässt sich auf dieselbe Weise entfernen. Ein kurzer Blick hilft bei der Einordnung.

Grünalgen bilden einen grünen, oft leicht schmierigen Film. Wischt man mit einem feuchten Tuch darüber, färbt es sich grün. Sie sind der häufigste Belag überhaupt und sitzen anfangs nur oberflächlich.

Rotalgen sehen orange bis rostrot aus und werden deshalb oft für Rost gehalten. Sie verhalten sich wie Grünalgen und lassen sich auf dieselbe Weise behandeln.

Pilze zeigen sich als graue bis schwarze Punkte oder Flächen, häufig in Kombination mit Algen. Sie dringen tiefer in die Poren ein und kommen nach einer oberflächlichen Wäsche besonders schnell zurück.

Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus Algen und Pilzen. Sie bilden graugrüne, gelbliche oder weißliche, krustige Flecken, die fest am Untergrund haften und sich nur mühsam lösen.

Moos wächst vor allem am Sockel, in Fugen und auf waagerechten Flächen. Es hält besonders viel Wasser fest und sollte deshalb früh entfernt werden.

Ruß und Staub aus Verkehr und Heizungen legen sich als grauer Schleier über die ganze Fassade, oft gleichmäßig verteilt und ohne klare Problemzonen. Dieser Schmutz lässt sich meist mit Wasser und wenig Druck abwaschen.

Eine Abgrenzung ist noch wichtig: Schwarze Flecken an der Außenwand sind nicht automatisch derselbe Schimmel, den man aus feuchten Innenräumen kennt. Zeigen sich aber auch innen hinter derselben Wand dunkle Stellen, deutet das auf ein Feuchteproblem im Mauerwerk hin, das über eine reine Reinigung hinausgeht. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber Schimmel an der Wand entfernen.

Schadet der Grünbelag der Fassade?

Ein dünner Algenfilm zerstört keinen Putz über Nacht. Auf Dauer bleibt er aber nicht folgenlos, und zwar aus 3 Gründen.

Er hält Feuchtigkeit fest. Der Belag wirkt wie ein Schwamm. Die Fassade trocknet nach jedem Regen langsamer ab, und genau das begünstigt weiteren Bewuchs. Ein sich selbst verstärkender Kreislauf.

Er greift den Anstrich an. Pilze und Flechten verankern sich in den Poren von Putz und Farbe. Über die Jahre kann die Beschichtung dadurch an Haftung verlieren, aufrauen und schneller abwittern.

Frost wird zum Problem. Bleibt Wasser in der Oberfläche stehen und gefriert, dehnt es sich aus. Wiederholt sich das in jedem Winter, entstehen feine Abplatzungen und Risse, in die beim nächsten Regen noch mehr Wasser eindringt.

Dazu kommt der Wert des Hauses: Eine grüne, fleckige Fassade wirkt vernachlässigt, auch wenn das Gebäude technisch in gutem Zustand ist. Wer verkaufen oder vermieten möchte, merkt das spätestens bei der Besichtigung.

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Fassadenreinigung vom Meisterbetrieb

Wir prüfen den Untergrund, bestimmen den Belag und reinigen Ihre Fassade in Germering, im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Münchner Westen mit abgestimmtem Druck und passendem Mittel, auf Wunsch mit Schutzanstrich.

Zur Fassadenreinigung

Welche Methoden gibt es, um eine Fassade zu reinigen?

Für die Reinigung einer Fassade kommen 4 Verfahren infrage: der Hochdruckreiniger, die Niederdruckreinigung mit einem Mittel gegen Algen und Pilze, Heißwasser und die Handarbeit mit Bürste und Wasser. Welches passt, hängt vom Belag, vom Untergrund und vom Zustand des Putzes ab. Entscheidend ist bei allen dieselbe Frage: Wie viel mechanische Kraft braucht es wirklich, und wie viel davon verträgt die Oberfläche?

Hochdruckreiniger: schnell, aber riskant

Der Hochdruckreiniger ist das Gerät, zu dem die meisten zuerst greifen. Der harte Wasserstrahl sprengt den Belag mechanisch von der Wand, das Ergebnis ist sofort sichtbar. Genau darin liegt das Problem: Der Strahl trifft neben den Algen auch den Putz.

Putzstrukturen werden ausgewaschen. Strukturputze wie Kratzputz oder Scheibenputz bestehen aus feinen Körnern, die im Bindemittel sitzen. Zu viel Druck löst diese Körnung heraus. Die Oberfläche wird rauer und fleckig, und auf einer rauen Oberfläche haften neue Sporen besser als vorher.

Wasser wird in die Wand gedrückt. Haarrisse, Fugen, Anschlüsse an Fenstern und Fensterbänke sind Schwachstellen. Der Strahl presst Wasser genau dort hinein, wo es nicht hingehört. Bei gedämmten Fassaden kann es bis an die Dämmung gelangen und braucht dann lange, um wieder auszutrocknen.

Alte Anstriche lösen sich stellenweise. Ist die Farbe schon etwas mürbe, reißt der Strahl einzelne Partien ab. Zurück bleibt ein unruhiges Bild aus gereinigten, beschädigten und unberührten Flächen.

Die Sporen bleiben in den Poren. Wasser allein tötet Algen und Pilze nicht ab. Was in der Tiefe sitzt, überlebt die Wäsche und wächst wieder nach, oft schneller als vorher.

Verboten ist der Hochdruckreiniger an der Fassade deshalb nicht. Ein intakter, robuster mineralischer Putz lässt sich mit Flachstrahldüse, reduziertem Druck und großem Abstand durchaus abspülen. Die Rotordüse, oft Dreckfräser genannt, gehört dagegen nie an eine Hauswand. Ihr punktförmiger, kreisender Strahl ist für Pflaster und Beton gedacht und frisst sich in Putz und Farbe regelrecht hinein.

Niederdruck mit Reinigungsmittel: die schonende Standardmethode

Fachbetriebe gehen meist umgekehrt vor. Zuerst wird ein Mittel gegen Algen und Pilze aufgetragen, im Fachhandel als Algizid (Mittel gegen Algen) und Fungizid (Mittel gegen Pilze) bezeichnet. Es dringt in die Poren ein und löst den Bewuchs dort, wo Wasser allein nicht hinkommt. Nach der Einwirkzeit wird mit wenig Druck abgespült. Das Mittel übernimmt die eigentliche Arbeit, das Wasser dient nur noch dem Abtransport.

Der Putz bleibt dabei intakt, die Struktur erhalten, und der Belag wird auch in der Tiefe erfasst. Bei manchen Mitteln verblasst ein Rest des Belags erst in den Wochen nach der Behandlung mit dem Regen. Wichtig ist, ein Produkt zu wählen, das ausdrücklich für Fassaden und für den vorhandenen Untergrund geeignet ist, und die Herstellerangaben zu Temperatur, Einwirkzeit und dem Schutz von Pflanzen genau einzuhalten.

Heißwasser: stark bei hartnäckigen Belägen

Warmes oder heißes Wasser löst organische Beläge deutlich besser als kaltes. Der Biofilm, also die schleimige Schicht aus Algen und Pilzen, weicht schneller auf und lässt sich mit geringerem Druck abspülen. Das schont den Putz bei Belägen, die schon länger sitzen. Die nötigen Geräte sind allerdings teurer und werden meist nur von Fachbetrieben eingesetzt. Ob dabei auch Sporen in tieferen Poren vollständig erfasst werden, hängt von Belag und Untergrund ab. Deshalb wird Heißwasser oft mit einem Reinigungsmittel kombiniert.

Bürste und Wasser: für kleine Stellen

Für einzelne Flecken, etwa unter einer Fensterbank oder an einem Stück Sockel, reicht oft die Handarbeit: eine weiche Bürste, Wasser und bei Bedarf ein geeignetes Reinigungsmittel. Eine Drahtbürste ist dagegen tabu, sie zerkratzt Putz und Anstrich und hinterlässt bei manchen Untergründen sogar Rostspuren.

Methode Schont den Putz Wirkung in den Poren Geeignet für
Hochdruck Nur bei reduziertem Druck und Flachstrahl Gering Robuste, intakte mineralische Putze
Niederdruck mit Mittel Ja Hoch Fast alle Fassaden, auch gedämmte
Heißwasser Ja, bei geringem Druck Mittel, mit Mittel hoch Hartnäckige, ältere Beläge
Bürste von Hand Ja, mit weicher Bürste Gering, mit Mittel höher Einzelne kleine Stellen

Hausmittel: Essig, Chlor und Co. an der Fassade

Im Internet kursieren viele Tipps, wie sich eine grüne Fassade mit Mitteln aus dem Haushalt sauber bekommen lässt. Für Pflastersteine mag manches davon funktionieren. An der Hauswand richten die meisten Hausmittel mehr Schaden an, als sie nutzen.

Essig und Essigessenz. Essig ist eine Säure, und Säure greift mineralische Baustoffe an. Viele Putze enthalten Kalk als Bindemittel, und genau den löst Essig an. Die Oberfläche wird angeätzt, es können helle Flecken entstehen, und die Struktur leidet. Gegen die Algen selbst wirkt Essig nur oberflächlich und kurzzeitig. Für eine Fassade ist er deshalb keine gute Wahl.

Chlor und Chlorreiniger. Chlorhaltige Mittel lassen den grünen Belag schnell verschwinden, weil sie ihn ausbleichen. Sie bleichen allerdings auch getönte Anstriche aus und hinterlassen ein fleckiges Bild. Ihre Dämpfe reizen Augen und Atemwege, das ablaufende Wasser schadet Pflanzen im Beet und gehört nicht in die Kanalisation. Zurückbleibende Salze können im Putz zu Ausblühungen führen. Besonders gefährlich: Werden Chlorreiniger mit sauren Mitteln wie Essig gemischt, entsteht giftiges Chlorgas. Diese Kombination darf nie zum Einsatz kommen.

Soda, Natron und Schmierseife. Diese Mittel sind milder und können bei leichtem Schmutz helfen. Gegen festsitzende Algen, Pilze oder Flechten sind sie meist zu schwach. Wer sie verwendet, sollte gründlich nachspülen, denn Rückstände auf der Oberfläche binden neuen Schmutz.

Für die Fassade lohnt sich deshalb ein Mittel, das ausdrücklich für diesen Zweck ausgewiesen ist. Es ist auf mineralische Untergründe und Anstriche abgestimmt, wirkt in die Tiefe und kommt mit klaren Angaben zur Anwendung.

Fassade selbst reinigen: Anleitung für kleine Flächen

Kleine Flächen bis in eine Höhe, die sich sicher vom Boden oder von einer kurzen Leiter aus erreichen lässt, können Sie mit etwas Sorgfalt selbst reinigen. Voraussetzung ist ein intakter Putz. Wählen Sie dafür einen trockenen, bedeckten Tag ohne Frost, ohne pralle Sonne und ohne Regen in den folgenden Stunden. Viele Mittel brauchen mindestens 5 °C an Luft und Wand. Maßgeblich ist immer die Angabe auf dem Gebinde.

Schritt 1: Untergrund prüfen

Klopfen Sie die Fläche mit den Fingerknöcheln ab. Klingt es hohl, hat sich der Putz vom Untergrund gelöst. Reiben Sie mit der Hand über die Wand: Rieselt Sand, ist die Oberfläche mürbe. Achten Sie auf Risse und abblätternde Farbe. Zeigt sich eines dieser Zeichen, sollten Sie nicht reinigen, bevor ein Fachbetrieb die Wand angesehen hat.

Schritt 2: Umgebung und sich selbst schützen

Decken Sie Pflanzen am Haus ab oder wässern Sie sie vorher gründlich, damit sie weniger Reinigungsmittel aufnehmen. Kleben Sie Fenster, Türen, Steckdosen, Außenleuchten und Holzteile ab. Stellen Sie Auto und Fahrrad weg. Tragen Sie Schutzbrille, Handschuhe und Kleidung, die Arme und Beine bedeckt.

Schritt 3: Losen Belag trocken abbürsten

Entfernen Sie losen Belag mit einer weichen Bürste. Moos am Sockel lässt sich vorsichtig mit einem Spachtel aus Kunststoff abnehmen. So muss das Reinigungsmittel später weniger Masse durchdringen und kann besser in die Poren wirken.

Schritt 4: Reinigungsmittel auftragen

Tragen Sie das Mittel mit einem Drucksprühgerät oder einer Bürste gleichmäßig auf. Arbeiten Sie dabei von unten nach oben. So laufen keine Tropfen über trockene Bereiche weiter unten, die sonst helle Streifen hinterlassen. Behandeln Sie zusammenhängende Flächen am Stück bis zu einer Kante oder Ecke, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.

Schritt 5: Einwirken lassen

Halten Sie die angegebene Einwirkzeit ein. Manche Mittel werden danach abgespült, andere bleiben ausdrücklich auf der Fläche und wirken mit dem nächsten Regen nach. Was für Ihr Produkt gilt, steht auf dem Gebinde.

Schritt 6: Abspülen

Muss das Mittel abgespült werden, nehmen Sie den Gartenschlauch oder einen Hochdruckreiniger mit Flachstrahldüse, wenig Druck und reichlich Abstand. Arbeiten Sie jetzt von oben nach unten, damit gelöster Schmutz nicht über bereits saubere Flächen läuft. Spülwasser mit Reinigungsmittel darf je nach Gemeinde nicht in den Gully oder den Regenwasserkanal. Im Zweifel fragen Sie vorher bei Ihrer Gemeinde nach.

Schritt 7: Trocknen lassen und kontrollieren

Lassen Sie die Fassade einige Tage trocknen und sehen Sie sich das Ergebnis dann bei Tageslicht an. Bleiben einzelne Stellen grün oder dunkel, behandeln Sie diese gezielt ein 2. Mal. Ist die Fläche sauber, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um über Schutz und Vorbeugung nachzudenken.

Wann ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl?

Die Reinigung in Eigenregie stößt schnell an Grenzen. In diesen Fällen ist ein Fachbetrieb die sicherere und am Ende oft auch die günstigere Lösung.

Die Fläche liegt über Leiterhöhe. Mit Sprühgerät oder Hochdruckreiniger auf der Leiter zu stehen, ist gefährlich. Für die oberen Geschosse braucht es ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne.

Das ganze Haus soll sauber werden. Auf großen Flächen entstehen in Eigenregie leicht Ränder und Ansätze. Ein gleichmäßiges Bild über alle Seiten erfordert Erfahrung, das richtige Gerät und einen durchgehenden Arbeitsablauf.

Die Fassade ist gedämmt. Die dünne Putzschicht auf der Dämmung verzeiht Fehler beim Druck kaum. Dringt Wasser ein, wird aus einem optischen Problem schnell ein bauliches.

Der Putz zeigt Schäden. Risse, Hohlstellen und mürbe Bereiche müssen vor oder mit der Reinigung fachgerecht behandelt werden. Sonst verschlimmert die Wäsche den Schaden. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zur Fassadensanierung.

Der Belag kommt immer wieder. Wird die Fassade trotz Reinigung nach kurzer Zeit wieder grün, liegt die Ursache tiefer. Dann geht es um die Feuchtequelle, die Wahl des Anstrichs oder bauliche Details wie Tropfkanten und Abdeckungen.

Danach soll gestrichen werden. Eine gründliche Reinigung ist die wichtigste Vorbereitung für einen neuen Anstrich. Die Farbe hält nur auf einem sauberen, tragfähigen und trockenen Untergrund. Reinigung und Anstrich aus einer Hand ersparen Ihnen die Abstimmung zwischen 2 Betrieben.

Klinker, Naturstein oder Sichtbeton. Diese Oberflächen haben eigene Anforderungen an Mittel und Verfahren. Was Putz verträgt, kann hier Fugen oder Stein schädigen.

Ein Fachbetrieb bestimmt vor der Arbeit den Belag und prüft den Untergrund. Er wählt Mittel und Druck passend aus, schützt Fenster, Pflanzen und Nachbarflächen und kümmert sich um das Spülwasser. Auf Wunsch folgt direkt im Anschluss ein Schutzanstrich, damit die Fassade länger sauber bleibt.

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Reinigen und neu streichen aus einer Hand

Ist die Fassade sauber, ist der Weg zum neuen Anstrich kurz. Wir reinigen, prüfen den Untergrund und streichen Ihre Fassade in Germering, im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Münchner Westen mit einer Farbe, die zu Putz und Lage Ihres Hauses passt.

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Was kostet es, eine Fassade reinigen zu lassen?

Einen Pauschalpreis für die Fassadenreinigung gibt es nicht, weil sich 2 Häuser gleicher Größe im Aufwand stark unterscheiden können. Wer eine verlässliche Zahl möchte, braucht eine Besichtigung. Vorher lohnt es sich aber zu wissen, welche Punkte den Preis bestimmen. Dann lassen sich Angebote auch sinnvoll vergleichen.

Die Fläche. Gerechnet wird in der Regel nach Quadratmetern Fassadenfläche. Fenster und Türen werden je nach Betrieb abgezogen oder nicht, ein Blick ins Angebot zeigt, wie gerechnet wurde.

Art und Stärke des Belags. Ein leichter Grünschleier ist schneller entfernt als ein Belag aus Flechten und Pilzen, der seit Jahren in den Poren sitzt. Hartnäckige Beläge brauchen mehr Mittel, längere Einwirkzeit und manchmal einen 2. Durchgang.

Der Untergrund. Ein robuster, intakter Putz lässt sich zügig reinigen. Feine Edelputze, gedämmte Fassaden und gealterte Anstriche verlangen reduzierten Druck und mehr Sorgfalt, das kostet Zeit.

Die Erreichbarkeit. Ein Bungalow ist vom Boden aus zu reinigen. Ab dem Obergeschoss braucht es in der Regel ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne. Das Gerüst ist oft einer der größten Posten im Angebot.

Schutz der Umgebung. Fenster, Türen, Beete, Terrassen und angrenzende Flächen müssen abgedeckt werden. Je verwinkelter das Haus und je dichter der Garten, desto mehr Aufwand.

Die Nachbehandlung. Soll nach der Reinigung imprägniert oder neu gestrichen werden, kommen diese Arbeiten dazu. Dafür fallen Gerüst und Vorbereitung nur 1 Mal an, wenn beides in einem Durchgang erledigt wird. Was ein neuer Anstrich kostet und wie er sich zusammensetzt, steht in unserem Ratgeber Fassade streichen: Kosten, Ablauf und der beste Zeitpunkt.

Beim Vergleich mehrerer Angebote hilft eine einfache Regel: Achten Sie darauf, dass dieselben Positionen enthalten sind. Ein günstiger Quadratmeterpreis verliert schnell an Wert, wenn Gerüst, Abdeckarbeiten, Reinigungsmittel oder die Nachbehandlung separat berechnet werden.

So läuft eine professionelle Fassadenreinigung ab

Besichtigung und Befund. Am Anfang steht der Blick auf die Fassade. Welcher Belag ist es, wie stark ist er, und in welchem Zustand sind Putz und Anstrich? Risse, Hohlstellen und mürbe Bereiche werden dabei erfasst, denn in eine schadhafte Oberfläche darf kein Wasser unter Druck.

Angebot. Aus dem Befund ergibt sich das Verfahren und daraus das Angebot mit allen Positionen. Ist eine Imprägnierung oder ein neuer Anstrich sinnvoll, wird das gleich mit eingeplant.

Vorbereitung. Das Gerüst wird gestellt, Fenster, Türen, Pflanzen und Nachbarflächen werden abgedeckt. Der Termin richtet sich nach dem Wetter, denn die Reinigung braucht trockene, frostfreie Tage.

Reinigung. Das Mittel wird aufgetragen und wirkt ein. Anschließend wird mit dem Druck abgespült, den die Oberfläche verträgt, von oben nach unten und Fläche für Fläche, damit keine Ränder entstehen.

Trocknen und Schutz. Nach der Reinigung braucht die Fassade Zeit zum Abtrocknen. Erst dann lässt sich beurteilen, ob der vorhandene Anstrich noch trägt, und erst auf einer trockenen Fläche können Imprägnierung oder neuer Anstrich aufgebracht werden.

Wie bleibt die Fassade nach der Reinigung länger sauber?

Die Reinigung beseitigt den Belag, an der Ursache ändert sie nichts. Wo die Wand vorher lange feucht blieb, wird sie das auch danach. Wer möchte, dass die Fassade länger sauber bleibt, setzt deshalb an 3 Stellen an: an der Oberfläche, an den baulichen Details und am Blick auf die Wand.

Die Oberfläche schützen

Imprägnierung. Eine Imprägnierung macht die Oberfläche wasserabweisend, ohne sie abzudichten. Regen perlt ab, die Wand nimmt weniger Wasser auf und trocknet schneller. Damit fehlt Algen und Pilzen die Feuchtigkeit, die sie zum Wachsen brauchen. Sinnvoll ist das vor allem, wenn der vorhandene Anstrich noch intakt ist.

Anstrich mit algenhemmender Einstellung. Viele Fassadenfarben gibt es mit Zusätzen, die den Bewuchs auf der Oberfläche hemmen. Sie wirken am besten an schattigen und feuchten Seiten. Wichtig zu wissen: Diese Zusätze werden über die Jahre mit dem Regen ausgewaschen. Sie verlängern die Zeit bis zur nächsten Reinigung, ersetzen aber keine Maßnahmen an der Ursache.

Die passende Farbe. Auch die Farbe selbst spielt eine Rolle. Silikatfarbe wirkt durch ihren hohen pH-Wert von Natur aus gegen Algen und Pilze. Silikonharzfarbe ist stark wasserabweisend und trocknet schnell ab, was gerade an Wetterseiten hilft. Welche Farbe zu welchem Untergrund passt, erklärt unser Ratgeber Welche Fassadenfarbe ist die beste?

Bauliche Details prüfen

Tropfkanten an Fensterbänken und Abdeckungen. Fensterbänke und Mauerabdeckungen sollten so weit über die Wand hinausragen, dass das Wasser frei abtropft. Fehlt die Tropfkante oder ist sie zu kurz, entstehen immer wieder dieselben dunklen Streifen. Oft lässt sich das mit überschaubarem Aufwand nachrüsten.

Dachrinnen und Fallrohre. Eine verstopfte Dachrinne läuft bei Regen über, und das Wasser landet direkt auf der Fassade. Dasselbe gilt für undichte Fallrohre. Wer Rinnen und Rohre frei hält, nimmt der Fassade eine der größten Feuchtequellen. Die Reinigung von Dach und Dachrinne übernehmen wir ebenfalls, mehr dazu auf unserer Seite zur Dachreinigung.

Spritzwasser am Sockel. Ein Kiesstreifen direkt am Haus bremst zurückspritzendes Wasser deutlich besser als Erde, Rasen oder glattes Pflaster. Er hält außerdem Erde von der Wand fern, von der Algen leben. Ist der Sockel schon geschädigt, lohnt sich ein Blick auf unsere Sockelsanierung.

Bepflanzung mit Abstand. Hecken, Sträucher und Kletterpflanzen direkt an der Wand halten Feuchtigkeit fest und nehmen Licht und Wind. Ein Abstand zur Fassade und regelmäßiger Rückschnitt lassen die Wand schneller abtrocknen.

Regelmäßig hinschauen

Ein kurzer Rundgang ums Haus im Frühjahr reicht oft schon. Dabei fallen grüne Stellen, verstopfte Rinnen oder neue Risse auf, solange sie noch klein sind. Ein frischer Belag lässt sich schonend entfernen, bevor er sich tief in die Poren gesetzt hat. Das spart auf Dauer Aufwand und schont den Anstrich.

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Häufige Fragen zur Fassadenreinigung

Kann ich meine Fassade mit dem Hochdruckreiniger reinigen?

Nur mit Vorsicht. Ein intakter, robuster mineralischer Putz verträgt einen Hochdruckreiniger mit Flachstrahldüse, reduziertem Druck und großem Abstand. Zu hoher Druck wäscht dagegen Putzstrukturen aus, löst alte Anstriche und drückt Wasser in Risse und Fugen. Die Rotordüse, oft Dreckfräser genannt, gehört nie an eine Fassade. Bei gedämmten Fassaden und feinen Edelputzen ist eine schonende Niederdruckreinigung die bessere Wahl.

Was hilft am besten gegen Algen an der Fassade?

Am wirksamsten ist ein Mittel gegen Algen und Pilze, das ausdrücklich für Fassaden geeignet ist. Es wird aufgetragen, wirkt ein und erreicht auch die Sporen in den Poren. Danach wird mit wenig Druck abgespült. Wasser allein entfernt nur die sichtbare Schicht, der Belag kommt dann meist schnell zurück.

Ist Essig gut gegen Algen an der Fassade?

Nein. Essig ist eine Säure und greift mineralische Baustoffe an, vor allem Putze mit Kalk als Bindemittel. Die Oberfläche kann angeätzt werden und Flecken bekommen. Gegen die Algen selbst wirkt Essig nur oberflächlich und kurzzeitig. Mit chlorhaltigen Reinigern gemischt entsteht außerdem giftiges Chlorgas.

Wann ist die beste Zeit, die Fassade zu reinigen?

Am besten an trockenen, frostfreien Tagen zwischen Frühjahr und Herbst. Bei Frost kann Wasser, das bei der Reinigung in die Oberfläche eindringt, gefrieren und den Putz schädigen. Pralle Sonne ist ebenfalls ungünstig, weil Reinigungsmittel dann zu schnell antrocknen. Soll anschließend gestrichen werden, braucht die Fassade vorher genug Zeit zum Abtrocknen.

Wie lange bleibt eine Fassade nach der Reinigung sauber?

Das hängt stark von der Lage ab. Wetterseiten, schattige Flächen und Wände in der Nähe von Bäumen oder Hecken setzen schneller wieder Grünbelag an als sonnige, gut belüftete Fassaden. Eine Imprägnierung oder ein Anstrich mit algenhemmender Einstellung verlängert die Zeit bis zur nächsten Reinigung deutlich, ebenso bauliche Maßnahmen wie Tropfkanten und freie Dachrinnen.

Warum wird meine gedämmte Fassade so schnell grün?

Bei einer gedämmten Fassade liegt nur eine dünne Putzschicht auf der Dämmung. Sie bekommt kaum Wärme aus dem Haus und kühlt in klaren Nächten unter den Taupunkt ab. Dann bildet sich Tauwasser auf der Oberfläche, auch ohne Regen. Diese Feuchtigkeit reicht Algen zum Wachsen. Deshalb sind bei gedämmten Fassaden schonende Reinigung und die Wahl des Anstrichs besonders wichtig.

Muss die Fassade nach der Reinigung gestrichen werden?

Nicht in jedem Fall. Ist der vorhandene Anstrich intakt, reicht die Reinigung, auf Wunsch mit Imprägnierung. Kreidet die Oberfläche, blättert der Anstrich ab oder zeigen sich Risse, ist ein neuer Anstrich sinnvoll. Eine frisch gereinigte und getrocknete Fassade ist dafür der ideale Untergrund.

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