Die Heizkostenabrechnung kommt, und mit ihr die Frage: Lohnt es sich, die Fassade zu dämmen? Die Antwort hängt von deutlich mehr ab als vom Quadratmeterpreis. Denn eine Fassadendämmung ist keine einzelne Maßnahme, sondern ein Systemaufbau aus mehreren Schichten, bei dem der Zustand Ihrer Wand, die gewählte Dämmstoffart, die Gliederung Ihrer Fassade und der Gerüstbedarf zusammen den Preis bestimmen.
Dieser Ratgeber rechnet das auf. Sie erfahren, aus welchen Positionen sich die Kosten einer Fassadendämmung zusammensetzen, was die einzelnen Dämmstoffe leisten und was sie kosten, welche Rolle die Dämmstärke spielt, wie Sie die Amortisation für Ihr eigenes Haus überschlagen und welche gesetzlichen Vorgaben greifen, sobald Sie ohnehin an die Fassade gehen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Wärmedämmverbundsystem liegt als grobe Orientierung zwischen 120 und 250 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche, inklusive Dämmung, Armierung, Oberputz und Anstrich.
Der Dämmstoff selbst macht nur einen kleineren Teil der Summe aus. Den größeren Teil bestimmen Arbeitszeit, Gerüst und der Zustand des Untergrunds.
Wer mehr als 10 Prozent einer Außenwandfläche erneuert, muss nach dem Gebäudeenergiegesetz einen U-Wert von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin einhalten.
Die Amortisation hängt vom bisherigen Wandaufbau ab: Je schlechter die Wand heute gedämmt ist, desto schneller rechnet sich die Maßnahme.
Was kostet eine Fassadendämmung pro Quadratmeter?
Als bundesweite Orientierung bewegt sich ein komplettes Wärmedämmverbundsystem meist im Bereich von 120 bis 250 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche. In dieser Spanne stecken die Untergrundvorbereitung, die Dämmplatten samt Kleber und Dübeln, die Armierungsschicht mit Gewebe, der Oberputz, die Schlussbeschichtung und in der Regel das Gerüst.
Warum die Spanne so breit ist, zeigt ein Vergleich: Ein glattes, gut zugängliches Einfamilienhaus mit intaktem Putz und einer einfachen Dämmung aus expandiertem Polystyrol liegt am unteren Rand. Ein Altbau mit vielen Fenstern, Erkern und Gesimsen, sanierungsbedürftigem Untergrund und einer Holzfaserdämmung landet am oberen. Beide Häuser haben vielleicht dieselbe Quadratmeterzahl, aber einen völlig unterschiedlichen Aufwand.
Die Kostenpositionen im Einzelnen
Untergrundvorbereitung. Der am häufigsten unterschätzte Posten. Ein tragfähiger, ebener, trockener Untergrund ist Voraussetzung für jedes Dämmsystem. Sind lose Putzstellen abzuschlagen, Risse zu sanieren oder Unebenheiten auszugleichen, kommen diese Arbeiten zusätzlich auf die Rechnung. Bei einer Fassade mit Feuchteschäden muss zuerst die Ursache behoben werden, sonst arbeitet das Problem unter der Dämmung weiter.
Dämmstoff und Dämmstärke. Hier liegt der Posten, den die meisten zuerst vergleichen, obwohl er selten den Ausschlag gibt. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten gängigen Dämmstoff liegt zwar ein Vielfaches im Materialpreis, gemessen an der Gesamtsumme des Systems ist der Unterschied aber deutlich kleiner, weil Arbeitszeit, Gerüst und Putzarbeiten unabhängig vom Dämmstoff anfallen.
Kleber und Dübel. Die Platten werden vollflächig oder im Randwulst-Punkt-Verfahren verklebt und je nach Untergrund und Gebäudehöhe zusätzlich mechanisch verdübelt. Die Anzahl der Dübel pro Quadratmeter richtet sich nach Windlastzone und Gebäudehöhe, an Gebäudeecken liegt sie höher als in der Fläche.
Armierungsschicht mit Gewebe. Diese Schicht nimmt Spannungen auf und verhindert, dass sich Plattenstöße später als Risse abzeichnen. An Fenster- und Türecken kommt eine zusätzliche Diagonalarmierung dazu, an Kanten Eckschutzprofile. Wer hier spart, sieht das nach wenigen Jahren an der Fassade.
Oberputz und Schlussbeschichtung. Struktur und Körnung des Oberputzes bestimmen Optik und Materialverbrauch, die Schlussbeschichtung den Farbton. Beides ist Handwerksleistung, die sich in der Fläche berechnet.
Anschlussdetails. Fensterbänke müssen verlängert oder ersetzt, Rollladenkästen eingebunden, Dachüberstände und Regenrohre angepasst, Außensteckdosen und Lampen versetzt werden. Bei einer Dämmstärke von beispielsweise 14 Zentimetern wächst die Fassade spürbar nach außen, und alles, was daran hängt, muss mit. Diese Details summieren sich und sind der Grund, warum eine stark gegliederte Fassade pro Quadratmeter teurer wird als eine glatte.
Gerüst. Je nach Gebäudehöhe, Standzeit und Zugänglichkeit. Weil eine Fassadendämmung mehrere Arbeitsgänge mit Trocknungszeiten umfasst, steht das Gerüst länger als bei einem reinen Anstrich.
Was das für ein typisches Haus bedeutet
Ein Rechenbeispiel zur Einordnung, ausdrücklich als Orientierung und nicht als Angebot: Bei einem freistehenden Einfamilienhaus mit rund 150 Quadratmetern Fassadenfläche und intaktem Untergrund ergibt sich aus der Spanne von 120 bis 250 Euro pro Quadratmeter eine Größenordnung im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich. Kommt eine Untergrundsanierung dazu, steigt die Summe entsprechend. Belastbar wird die Zahl erst, wenn ein Fachbetrieb die Fassade gesehen, den Untergrund geprüft und ein Aufmaß gemacht hat.
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Was kostet die Dämmung an Ihrem Haus?
Wir prüfen Untergrund und Anschlussdetails in Germering, im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Münchner Westen kostenlos und erstellen ein Festpreisangebot mit allen Positionen, inklusive Gerüst.
Warum der Dämmstoffpreis nicht der Hauptfaktor ist
Eine Beobachtung aus der Praxis: Bauherren vergleichen oft wochenlang Dämmstoffe und übersehen dabei die Positionen, die den Preis wirklich bewegen. Der Grund ist einfach. Arbeitszeit, Gerüst, Armierung, Putz und Anstrich fallen an, egal welcher Dämmstoff auf der Wand landet. Sie machen zusammen den größeren Teil der Rechnung aus.
Das heißt nicht, dass der Dämmstoff egal wäre. Er bestimmt, wie dick der Aufbau werden muss, wie diffusionsoffen die Fassade bleibt, wie sie sich im Brandfall verhält und wie ökologisch das Ergebnis ist. Nur eben nicht in erster Linie den Preis. Wer beim Dämmstoff das günstigste Produkt wählt, um die Gesamtsumme zu drücken, spart einen kleinen Anteil und legt sich bei Diffusionsverhalten und Brandschutz fest. Das ist selten ein guter Tausch.
Dämmstoffe im Vergleich: was sie können und was sie kosten
Jeder Dämmstoff bringt ein eigenes Profil aus Dämmwirkung, Diffusionsverhalten, Brandverhalten und Preis mit. Die entscheidende Kennzahl für die Dämmwirkung ist die Wärmeleitfähigkeit, angegeben als Lambda-Wert in Watt pro Meter und Kelvin. Je kleiner dieser Wert, desto besser dämmt das Material und desto dünner kann der Aufbau bei gleichem Ergebnis ausfallen.
Expandiertes Polystyrol (EPS)
Der am weitesten verbreitete Dämmstoff im Wärmedämmverbundsystem, umgangssprachlich oft Styropor genannt. Lambda-Werte liegen typischerweise zwischen 0,032 und 0,040, graphitgefüllte graue Varianten dämmen besser als weiße.
Stärken: günstigster Preis pro Quadratmeter, geringes Gewicht, einfache Verarbeitung, sehr gut erprobtes System mit bewährten Zulassungen. Grenzen: geringe Diffusionsoffenheit, was auf feuchtebelasteten Altbauwänden bedacht werden muss, und ein Brandverhalten, das je nach Gebäudehöhe zusätzliche konstruktive Maßnahmen wie Brandriegel verlangt. EPS ist die Standardwahl, wenn Preis und Dämmwirkung im Vordergrund stehen und der Untergrund trocken ist.
Mineralwolle
Aus Stein- oder Glasfasern hergestellt, mit Lambda-Werten von etwa 0,032 bis 0,040, also vergleichbar zu EPS.
Stärken: nicht brennbar, damit brandschutztechnisch die unkomplizierteste Lösung, sehr diffusionsoffen und zusätzlich schalldämmend, was an stark befahrenen Straßen spürbar ist. Grenzen: höheres Gewicht, was Anforderungen an Befestigung und Untergrund stellt, empfindlicher gegen Feuchtigkeit während der Bauphase und teurer als EPS. Mineralwolle ist die erste Wahl, wenn Brandschutz und Diffusionsoffenheit wichtiger sind als der Preis.
Holzfaser
Der ökologische Klassiker, mit Lambda-Werten von etwa 0,038 bis 0,045 und damit einer etwas schwächeren Dämmwirkung, die durch größere Dämmstärken ausgeglichen wird.
Stärken: nachwachsender Rohstoff, sehr gute Diffusionsoffenheit und ein hervorragender sommerlicher Hitzeschutz, weil das Material Wärme lange speichert, bevor es sie nach innen weitergibt. Gerade unter Dachräumen und an Südfassaden ist das spürbar. Grenzen: deutlich höherer Materialpreis, höheres Gewicht und größere nötige Stärke für denselben U-Wert. Holzfaser lohnt sich für Bauherren, denen Bauökologie und Sommerhitze wichtig sind.
Polyurethan (PUR und PIR)
Der Dämmstoff mit der besten Dämmwirkung pro Zentimeter, Lambda-Werte um 0,022 bis 0,028.
Stärken: sehr schlanker Aufbau bei gleicher Dämmleistung, praktisch die einzige Lösung, wenn die Fassade aus baurechtlichen oder gestalterischen Gründen nicht dick auftragen darf, etwa an Grundstücksgrenzen oder bei engen Gehwegen. Grenzen: teuerster der gängigen Dämmstoffe, geringe Diffusionsoffenheit. PUR ist die Speziallösung für Platzprobleme.
Mineralische Dämmplatten
Kalziumsilikat- und Mineraldämmplatten mit Lambda-Werten um 0,040 bis 0,045.
Stärken: nicht brennbar, sehr diffusionsoffen und kapillaraktiv, dadurch besonders geeignet für feuchtebelastete oder denkmalnahe Altbauten und für Innendämmungen. Grenzen: höherer Preis, geringere Dämmwirkung pro Zentimeter, anspruchsvollere Verarbeitung.
Alle Dämmstoffe auf einen Blick
| Dämmstoff | Lambda | Diffusion | Brandverhalten | Preisniveau | Passt besonders zu |
|---|---|---|---|---|---|
| EPS | 0,032 bis 0,040 | gering | brennbar, Brandriegel nötig | niedrig | trockene Untergründe, Preisfokus |
| Mineralwolle | 0,032 bis 0,040 | hoch | nicht brennbar | mittel | Brandschutz, Schallschutz |
| Holzfaser | 0,038 bis 0,045 | sehr hoch | brennbar | hoch | Ökologie, Sommerhitzeschutz |
| PUR und PIR | 0,022 bis 0,028 | gering | brennbar | sehr hoch | wenig Platz, schlanker Aufbau |
| Mineralische Platte | 0,040 bis 0,045 | sehr hoch | nicht brennbar | hoch | feuchtebelastete Altbauten |
Lambda in Watt pro Meter und Kelvin, je kleiner desto besser die Dämmwirkung. Die Werte sind typische Bereiche marktüblicher Produkte, das konkrete Produktdatenblatt ist maßgeblich.
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Welcher Dämmstoff passt zu Ihrer Wand?
Das entscheidet der Untergrund, nicht der Katalog. Wir prüfen Wandaufbau, Feuchtesituation und Anschlussdetails vor Ort und empfehlen das System, das bauphysikalisch zu Ihrem Haus passt.
Wie dick muss die Dämmung sein?
Die Dämmstärke ergibt sich aus dem Ziel-U-Wert, dem Lambda-Wert des Dämmstoffs und dem vorhandenen Wandaufbau. Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteilfläche bei einem Grad Temperaturunterschied verloren geht. Auch hier gilt: je kleiner, desto besser.
Der gesetzliche Rahmen kommt aus dem Gebäudeenergiegesetz. Sobald an einer Außenwand mehr als 10 Prozent der Fläche erneuert werden, greift die Nachrüstpflicht, und das Bauteil muss danach einen U-Wert von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin erreichen. Das betrifft ausdrücklich auch Fälle, in denen ursprünglich gar keine Dämmung geplant war, etwa bei einer großflächigen Putzerneuerung. Wer ohnehin an die Fassade geht, sollte diesen Punkt also von Anfang an mitdenken.
In der Praxis führt das bei den meisten Bestandswänden zu Dämmstärken im Bereich von etwa 12 bis 20 Zentimetern bei EPS oder Mineralwolle. Mit einem besser dämmenden Material wie PUR fällt der Aufbau dünner aus, mit Holzfaser entsprechend dicker. Für Förderprogramme gelten teils strengere Anforderungen als die gesetzliche Mindestvorgabe, weshalb sich die Abstimmung mit einem Energieberater lohnt, wenn Förderung ein Thema ist.
Lohnt sich mehr Dämmung?
Die ersten Zentimeter Dämmung bringen den größten Effekt, danach flacht der Zugewinn deutlich ab. Von einer ungedämmten Wand auf 12 Zentimeter Dämmung ist der Sprung gewaltig, von 16 auf 20 Zentimeter dagegen vergleichsweise klein. Weil die zusätzlichen Zentimeter aber kaum Mehrkosten verursachen, denn Arbeitszeit, Gerüst und Putz bleiben gleich, liegt der wirtschaftliche Punkt meist eher bei der stärkeren als bei der dünneren Variante. Anders sieht es aus, wenn Dachüberstand, Grundstücksgrenze oder Fensteranschlüsse die Dicke begrenzen, dann entscheidet die Geometrie.
Wann rechnet sich eine Fassadendämmung?
Die Amortisationsfrage lässt sich nicht pauschal beantworten, wohl aber sauber herleiten. Entscheidend ist die Differenz zwischen dem heutigen und dem künftigen Wärmeverlust der Wand. Anders gesagt: Je schlechter Ihre Wand aktuell dämmt, desto schneller rechnet sich die Maßnahme.
Der Ausgangswert entscheidet
Eine ungedämmte Ziegel- oder Vollsteinwand aus der Vorkriegszeit liegt oft bei einem U-Wert um 1,4 bis 1,7. Eine typische Hohlblockwand der Nachkriegsjahrzehnte liegt niedriger, aber immer noch weit über dem heutigen Anspruch. Eine Wand aus den Neunzigern mit Bestandsdämmung liegt vielleicht schon bei 0,5. Und genau hier liegt der Unterschied: Der Sprung von 1,5 auf 0,24 spart ein Vielfaches dessen, was der Sprung von 0,5 auf 0,24 bringt, bei praktisch gleichen Baukosten.
Für die Einschätzung Ihres eigenen Hauses gilt als grobe Orientierung: Gebäude, die vor 1978 ohne nachträgliche Dämmung gebaut wurden, haben fast immer ungedämmte Außenwände und damit das größte Einsparpotenzial. Ob und wie viel genau, sagt Ihnen eine Berechnung durch einen Energieberater, der den tatsächlichen Wandaufbau zugrunde legt.
So überschlagen Sie die Einsparung selbst
Eine einfache Rechnung, die ohne Software auskommt und mit der sich die Größenordnung abschätzen lässt:
1. Wandfläche in Quadratmetern ermitteln, also Außenwandfläche ohne Fenster und Türen.
2. Differenz der U-Werte bilden, also heutiger U-Wert minus geplanter U-Wert.
3. Beides multiplizieren und mit den jährlichen Heizgradstunden Ihres Standorts gewichten. Für eine erste Abschätzung reicht die Näherung, dass 1 Watt pro Kelvin und Quadratmeter Verbesserung über ein Heizjahr grob 20 bis 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter einspart.
4. Das Ergebnis mit Ihrem Energiepreis pro Kilowattstunde multiplizieren.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung, bewusst konservativ gerechnet: 150 Quadratmeter Wandfläche, Verbesserung von 1,4 auf 0,24 ergibt eine Differenz von 1,16. Multipliziert mit 150 Quadratmetern und einer Näherung von 20 Kilowattstunden ergibt das rund 3.480 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem Energiepreis von 12 Cent pro Kilowattstunde entspricht das etwa 418 Euro jährlich, bei 18 Cent rund 626 Euro.
Die ehrliche Einordnung dazu: Diese Rechnung ist eine Größenordnung, keine Prognose. Sie blendet aus, dass Heizverhalten, Lüftung, Fenster, Dach und Keller ebenfalls mitspielen, und dass Energiepreise über die Jahre schwanken. Für die Entscheidung taugt sie trotzdem, weil sie zeigt, in welcher Liga man sich bewegt.
Was die reine Kostenrechnung übersieht
Wer eine Fassadendämmung ausschließlich über die Heizkostenersparnis bewertet, rechnet sich die Maßnahme oft schlechter, als sie ist. Drei Effekte fallen dabei unter den Tisch:
Die Fassade wird ohnehin fällig. Wenn Putz und Anstrich nach Jahrzehnten erneuert werden müssen, fallen Gerüst, Untergrundvorbereitung, Putz und Anstrich sowieso an. Rechnet man diese Sowieso-Kosten heraus, bleibt als echter Mehrpreis der Dämmung nur ein Teil der Gesamtsumme. Deshalb ist der Moment der Fassadensanierung der wirtschaftlich günstigste Zeitpunkt zum Dämmen.
Der Wohnkomfort steigt messbar. Gedämmte Außenwände sind innen spürbar wärmer. Das beseitigt Zugerscheinungen an kalten Wandflächen und senkt das Risiko von Kondensfeuchte und Schimmel in Außenwandecken, ein Problem, das in ungedämmten Bestandsbauten zu den häufigsten überhaupt gehört.
Der Sommer zählt mit. Eine gedämmte Fassade verlangsamt auch das Aufheizen. In Dachgeschossen und an Südseiten ist der Unterschied in Hitzeperioden deutlich spürbar, und dieser Effekt taucht in keiner Heizkostenrechnung auf.
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Fassade ohnehin fällig?
Dann ist jetzt der wirtschaftlichste Moment zum Dämmen, weil Gerüst, Untergrundarbeiten und Putz sowieso anfallen. Wir zeigen Ihnen bei der Besichtigung beide Varianten im Vergleich.
Förderung: was Sie wissen sollten
Für energetische Sanierungsmaßnahmen an Bestandsgebäuden existieren staatliche Förderprogramme, die je nach Programm als Zuschuss, als zinsvergünstigter Kredit oder als steuerliche Abschreibung ausgestaltet sind. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig, und die Details unterscheiden sich von Fall zu Fall erheblich.
Vier Punkte, die in der Praxis fast immer eine Rolle spielen:
Technische Mindestanforderungen. Förderprogramme verlangen in der Regel bessere U-Werte, als das Gebäudeenergiegesetz vorschreibt. Wer fördern lassen will, muss also von vornherein entsprechend dimensionieren, nachträglich lässt sich das nicht korrigieren.
Energieeffizienz-Experte. Für die meisten Programme ist die Einbindung eines zugelassenen Energieeffizienz-Experten Voraussetzung, sowohl für die Planung als auch für die Bestätigung nach Abschluss.
Antrag vor Beauftragung. Der häufigste und ärgerlichste Fehler: Wer den Handwerker beauftragt, bevor der Förderantrag gestellt ist, verliert in vielen Programmen den Anspruch. Die Reihenfolge lautet Beratung, Antrag, dann Auftrag.
Nachweise vom Handwerksbetrieb. Der ausführende Betrieb stellt die Fachunternehmererklärung und die Belege über die eingesetzten Materialien und erreichten Werte bereit. Diesen Teil übernehmen wir, die Förderberatung selbst gehört in die Hände eines Energieberaters.
Ablauf und Bauzeit
Eine Fassadendämmung ist kein Wochenendprojekt. Der typische Ablauf:
1. Besichtigung und Untergrundprüfung. Wandaufbau, Feuchtesituation, Tragfähigkeit, Anschlussdetails und Geometrie werden aufgenommen. Daraus entsteht das Angebot.
2. Gerüst und Vorarbeiten. Gerüststellung, Schutz von Wegen und Bepflanzung, Demontage von allem, was an der Fassade hängt, sowie Sanierung des Untergrunds, falls nötig.
3. Dämmplatten kleben und dübeln. Plattenmontage im Verband, dicht gestoßen, mit Dübelbild nach Windlast und Gebäudehöhe.
4. Armierung. Armierungsmörtel mit eingebettetem Gewebe, Diagonalarmierung an Öffnungsecken, Eckschutzprofile. Danach folgt eine Standzeit, bevor weitergearbeitet wird.
5. Oberputz und Schlussbeschichtung. Grundierung, Oberputz in der gewählten Struktur, anschließend die Schlussbeschichtung im Wunschton.
6. Anschlussdetails und Abnahme. Fensterbänke, Rollladenkästen, Regenrohre, Außensteckdosen und Leuchten werden angepasst und wieder montiert, dann Gerüstabbau und gemeinsame Abnahme.
Für ein Einfamilienhaus sind je nach Fläche, Untergrundzustand und Witterung mehrere Wochen realistisch. Die Trocknungszeiten zwischen den Schichten lassen sich nicht abkürzen, und bei Temperaturen unter etwa 5 Grad oder bei Dauerregen ruhen die Arbeiten. Deshalb liegt die Saison für Dämmarbeiten im selben Fenster wie beim Fassadenanstrich, also etwa von April bis Oktober.
Typische Fehler bei der Fassadendämmung
Über feuchtes Mauerwerk dämmen. Der teuerste Fehler überhaupt. Steigt Feuchtigkeit aus dem Sockelbereich auf oder dringt sie durch Risse ein, arbeitet sie unter der Dämmung unbemerkt weiter. Erst wenn der Schaden groß ist, fällt er auf. Untergrund prüfen, Ursache beheben, dann dämmen.
Anschlussdetails unterschätzen. Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Dachanschluss und Sockelbereich sind die Stellen, an denen Wärmebrücken bleiben, wenn nachlässig gearbeitet wird. Eine perfekt gedämmte Fläche mit ungedämmten Laibungen verschenkt einen erheblichen Teil der Wirkung und erzeugt genau dort Kondensfeuchte, wo sie am meisten stört.
Systeme mischen. Dämmplatte von einem Hersteller, Kleber vom nächsten, Armierungsmörtel vom dritten: Das ist keine Kostenoptimierung, sondern ein Zulassungsproblem. Wärmedämmverbundsysteme sind als Gesamtsystem zugelassen und geprüft, und nur als solches funktionieren Gewährleistung und Bauphysik.
Zu dünn dämmen. Wer aus Kostengründen wenige Zentimeter spart, spart an der einzigen Position, die im Verhältnis kaum ins Gewicht fällt, und verschenkt dauerhaft Wirkung. Zusätzlich droht das Verfehlen der gesetzlichen Vorgabe, wenn mehr als 10 Prozent der Wandfläche erneuert werden.
Den Sockel vergessen. Der Übergang zum Erdreich braucht eine feuchteunempfindliche Perimeterdämmung und eine saubere Abdichtung. Wird hier mit dem normalen Fassadensystem weitergearbeitet, saugt sich der Bereich voll, und der Schaden beginnt genau dort, wo er am schwersten zu reparieren ist.
Dämmung oder Verkleidung: zwei Wege, ein Ziel
Neben dem Wärmedämmverbundsystem gibt es einen zweiten Weg, eine Fassade zu dämmen: die vorgehängte hinterlüftete Fassade, also eine Verkleidung mit Dämmebene dahinter. Beide Varianten schützen und dämmen, unterscheiden sich aber grundlegend in Aufbau, Optik und Kosten.
Das Wärmedämmverbundsystem ist die verbreitetere und günstigere Lösung. Die Dämmung wird direkt auf die Wand geklebt und verputzt, das Ergebnis sieht aus wie eine klassisch verputzte Fassade. Es funktioniert auf fast allen tragfähigen Untergründen und hat die geringste Aufbaudicke bei gleichem Dämmwert.
Die hinterlüftete Fassade trennt Dämmung und Wetterschutz voneinander. Zwischen Dämmebene und sichtbarer Verkleidung liegt ein Luftspalt, durch den Feuchtigkeit abtrocknen kann. Das ist bauphysikalisch die robusteste Lösung, besonders bei Wänden mit Restfeuchte, und erlaubt Optiken, die mit Putz nicht möglich sind, etwa eine Holzfassade. Der Preis liegt dafür spürbar höher, und der Aufbau trägt dicker auf.
Die Entscheidung fällt meist über drei Fragen: Wie sieht der Untergrund aus, wie viel Platz steht nach außen zur Verfügung, und welche Optik soll am Ende stehen. Alles zur zweiten Variante steht auf unserer Seite zur Fassadenverkleidung.
Fassadendämmung im Raum München
Das Voralpenklima zwischen dem Landkreis Fürstenfeldbruck und München stellt an eine Dämmung zwei Anforderungen gleichzeitig. Im Winter sorgen lange Frostperioden für hohe Temperaturunterschiede zwischen innen und außen, genau dann zahlt sich jeder Zentimeter Dämmung aus. Im Sommer treffen Hitzeperioden mit intensiver Sonneneinstrahlung auf die Süd- und Westseiten, und hier zeigt sich, dass Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherfähigkeit, etwa Holzfaser, spürbar mehr leisten als ihr reiner Lambda-Wert vermuten lässt.
Dazu kommt der Gebäudebestand der Region: Viele Häuser in Germering, Puchheim, Gröbenzell, Eichenau und im Münchner Westen stammen aus Jahrzehnten, in denen Außenwände ohne jede Dämmung gebaut wurden. Genau diese Gebäude haben das größte Einsparpotenzial, und bei genau diesen Gebäuden greift die Nachrüstpflicht, sobald die Fassade ohnehin erneuert wird.
Die Fassaden Schmid GmbH führt Wärmedämmverbundsysteme in Germering, im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Münchner Westen aus, von der Untergrundprüfung bis zur Schlussbeschichtung, und verbindet die Dämmung auf Wunsch direkt mit Fassadensanierung, Putzarbeiten und Sockelsanierung.
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Ehrliche Einschätzung statt Katalogpreis
Wir prüfen Untergrund, Feuchtesituation und Anschlussdetails vor Ort, empfehlen das passende System und erstellen ein Festpreisangebot mit allen Positionen. Meist melden wir uns noch am selben Werktag.
Häufige Fragen zur Fassadendämmung
Was kostet eine Fassadendämmung pro Quadratmeter?
Als Orientierung liegt ein komplettes Wärmedämmverbundsystem meist zwischen 120 und 250 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche, inklusive Dämmung, Armierung, Oberputz, Anstrich und in der Regel Gerüst. Den größten Einfluss haben der Zustand des Untergrunds, die Fassadengliederung und der Umfang der Anschlussdetails. Eine belastbare Zahl entsteht erst nach Besichtigung und Aufmaß.
Welcher Dämmstoff ist der beste?
Es gibt keinen besten Dämmstoff für alle Fälle. EPS ist am günstigsten und gut erprobt, Mineralwolle nicht brennbar und diffusionsoffen, Holzfaser ökologisch und stark beim sommerlichen Hitzeschutz, PUR am schlanksten im Aufbau, mineralische Platten besonders geeignet für feuchtebelastete Altbauten. Entscheidend sind Untergrund, Brandschutzanforderung und verfügbarer Platz.
Wie dick muss die Dämmung sein?
Das Gebäudeenergiegesetz verlangt nach einer Erneuerung von mehr als 10 Prozent der Außenwandfläche einen U-Wert von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Bei Bestandswänden führt das mit EPS oder Mineralwolle meist zu Dämmstärken von etwa 12 bis 20 Zentimetern. Mit besser dämmenden Materialien fällt der Aufbau dünner aus, für Förderprogramme gelten oft strengere Werte.
Wann rechnet sich eine Fassadendämmung?
Je schlechter die Wand heute dämmt, desto schneller. Am wirtschaftlichsten ist der Zeitpunkt, an dem die Fassade ohnehin saniert werden muss, weil Gerüst, Untergrundarbeiten, Putz und Anstrich dann sowieso anfallen und nur der Dämmanteil als Mehrpreis bleibt. Neben der Heizkostenersparnis wirken der höhere Wohnkomfort und der bessere sommerliche Hitzeschutz mit.
Gibt es Förderung für die Fassadendämmung?
Für energetische Sanierungen existieren staatliche Förderprogramme mit wechselnden Bedingungen. In der Regel sind bessere U-Werte gefordert, als das Gesetz vorschreibt, ein zugelassener Energieeffizienz-Experte ist einzubinden, und der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt werden. Der ausführende Handwerksbetrieb liefert die Fachunternehmererklärung und die Nachweise über die eingesetzten Materialien.
Kann man auf feuchte Wände dämmen?
Nein. Feuchtigkeit aus aufsteigender Nässe, undichtem Sockel oder Rissen muss vorher beseitigt werden. Wird darüber gedämmt, arbeitet der Schaden unter dem System unbemerkt weiter und wird erst sichtbar, wenn er groß ist. Deshalb steht vor jeder Dämmung die Prüfung von Untergrund und Feuchtesituation.
Wie lange dauert eine Fassadendämmung?
Bei einem Einfamilienhaus sind mehrere Wochen realistisch, abhängig von Fläche, Untergrundzustand und Witterung. Zwischen Kleben, Armieren, Putzen und Streichen liegen Trocknungszeiten, die sich nicht abkürzen lassen. Bei Temperaturen unter etwa 5 Grad oder Dauerregen ruhen die Arbeiten, die Saison liegt daher etwa zwischen April und Oktober.